Förderung

Erste Fördermodule

Die personellen Ressourcen des Kompetenzzentrums können erst dann zur sonderpädagogischen Förderung im Unterricht der allgemein bildenden Schulen eingesetzt werden, wenn die Schülerzahlen der Pestalozzischule stärker  rückläufig sind als bisher. Wenn aber immer mehr Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten an ihren Grund- oder Hauptschulen verbleiben können, brauchen diese Schulen neben der Beratung weitere Unterstützung bei der erweiterten individuellen Förderung im Unterricht. Zurzeit unterstützen unsere Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen die Lehrkräfte der allgemein bildenden Schulen bei der Erstellung der individuellen Förderpläne, bei der Auswahl entsprechender Fördermaterialien und bei der Elternarbeit.

 

An einigen Grundschulen bieten die KsF-Koordinatorinnen und Koordinatoren schon jetzt zeitweise  Fördermodule an. Diese werden von Schule zu Schule unterschiedlich abgestimmt auf die besonderen Förderbedarfe und  Förderschwerpunkte der Einsatzschulen. So ist zum Beispiel eine Grundschule bestrebt, ihre Unterrichtsarbeit auf die Bedürfnisse sprachauffälliger Kinder  abzustimmen, um diese besonders gut fördern zu können. An dieser Schule bietet die Sonderpädagogin des KsF ein Fördermodul zur Sprachförderung an.  An einer weiteren Grundschule haben eine Lehrkraft der Grundschule und die Sonderpädagogin der Pestalozzischule gemeinsam ein Fördermodul zum Verhaltenstraining entwickelt und gemeinsam durchgeführt. Wir sind sehr daran interessiert, weitere Fördermodule passgenau für unsere Kooperationsschulen und ihre Schülerschaft  zu entwickeln und durchzuführen. Zurzeit können wir diese Angebote aber nur unter Anrechnung der Beratungszeiten durchführen, daher sind sie zeitlich auf ein Quartal pro Schuljahr begrenzt.

Krisenintervention

In schwierigen familiären Situationen oder während problematischer Entwicklungsphasen des Kindes, die seinen Bildungsgang gefährden und seine Beschulung  erschweren oder zeitweise unmöglich machen, kann eine vorübergehende Beschulung an der Pestalozzischule in einer sogenannten Clearingphase zur Entspannung der Situation beitragen. Veränderungsprozesse können dadurch angeregt werden. Während der Clearingphase arbeiten die Lehrkräfte unserer Schule und der Herkunftsschule eng zusammen, damit  Rückführungen ohne Lernrückstände jederzeit möglich sind. Für den Fall, dass eine Rückführung zu belastend für das Kind ist, kann der weitere Verbleib an der Pestalozzischule durch Aufnahme in die Diagnostikphase vereinbart werden. Diese zeitlich auf zwei Jahre begrenzte Phase dient der Ermittlung des Förderbedarfs und der Festlegung des weiteren Förderorts und des Bildungsgangs.