Leitbilder

 

Das Kollegium der Pestalozzischule entschied sich vor dem Einstieg in das Pilotprojekt für den Weg der Unterstützung inklusiver Bildungsprozesse an den allgemein bildenden Schulen durch Beratung und Prävention. 

 

Der Begriff Inklusion stammt aus der internationalen (schul-)politischen und (sonder-)pädagogischen Diskussion. Anlässlich der Internationalen Konferenz der UNESCO 1990 in Thailand, die unter dem Moto „Eine Schule für alle“ stattfand, wurde der Begriff „inclusion“ erstmals statt des Begriffs „integration“ verwendet. In der Salamanca-Erklärung der UNESCO 1994 wurde Inklusion dann als wichtigstes Ziel internationaler Bildungspolitik festgelegt. Der Begriff Inklusion wird häufig in Abgrenzung zum Begriff der Integration verwendet. Während letzterer den Weg, das Bemühen um die Ermöglichung von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und - im Zusammenhang mit Schule - am gemeinsamen schulischen Lernens bezeichnet, wird der Begriff Inklusion im Zusammenhang mit einer grundlegenden Haltung, der Bereitschaft zum gemeinsamem Lernen und Leben ohne Ausgrenzungsprozesse verwendet.

Inklusive Bildungsprozesse im Regelschulsystem zu unterstützen, ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit als Kompetenzzentrum. Dieser Weg wird durch die Kooperationsschulen bestätigt, da das Modell eines Gemeinsamen Unterrichts in Einzelfällen schon alleine aufgrund der knappen Ressourcen kaum durchführbar und wenig Erfolgversprechend erscheint. Zudem arbeiten im Einzugsgebiet des Kompetenzzentrums drei Grundschulen und eine Hauptschule mit langer GU-Tradition als Stützpunktschulen des Kompetenzzentrums.

 

Ein weiteres, ebenso wichtiges Anliegen ist es uns, Kinder und Jugendliche, die unter erschwerten Bedingungen lernen  und denen ein inklusiver Bildungsgang (noch) nicht ermöglicht werden kann, die notwendige erweiterte individuelle Förderung in unserer Stammschule zukommen zu lassen und ihnen positive Perspektiven für ihren Bildungsweg und ihre Zukunft aufzuzeigen.  Zur Pestalozzischule

 

In beiden Fällen wird der schulische Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsprozess in enger Zusammenarbeit mit den Eltern oder Erziehern ausgerichtet  am Entwicklungsstand des Kindes oder Jugendlichen, an seinen Lernmöglichkeiten und Lernchancen, um ihm einen möglichst erfolgreichen Bildungsgang und positiv erlebte Lernprozesse zu ermöglichen.